Tourette-SHG-Dortmund

Lernstörungen

Eine “Lernstörung” liegt nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation dann vor, wenn der Erwerb diverser Fähigkeiten von frühen Entwicklungsstadien an beeinträchtigt ist. Zu den Lernstörungen gehören Dyslexie bzw.Legasthenie, Dyskalkulie und Dysgraphie bzw. Dyspraxie, während ADHS, nonverbale Lernstörung oder Hyperlexie zählen zu den neurologisch bedingten Lernstörungen. Lernstörungen verschwinden nicht von selbst, sondern sie können ohne psychologisch fundierte Behandlung drastische Folgen für das weitere Leben der betroffenen Kinder haben, denn ständige Misserfolge und schlechte Noten in der Schule trotz oft großer Anstrengung lassen auch ursprünglich selbstbewusste Kinder an sich zweifeln. An Folgeerscheinungen sind Nervosität, Unruhe, Stimmungsschwankungen und Kontaktstörungen vorprogrammiert, wobei die Probleme mit MitschülerInnen vor allem Hänseleien und die Ausgrenzung aus der Gemeinschaft bedingen, was in der Regel die Probleme noch verstärkt.
Quelle
Lexikon

  für Psychologie und Pädagogik