Tourette-SHG-Dortmund

Nichtmedikamentöse Therapie

Nicht-medikamentöse Therapie

Nicht-medikamentöse Maßnahmen sind im Vergleich zur medikamentösen Behandlung
weniger hilfreich und eher als Ergänzung zur Psychoedukation und Krankheitsbewältigung zu sehen,auch wenn Verhaltestherapie in einzelnen Fällen die Tics deutlich lindern kann.

Psychotherapie
Es ist wichtig, alle Beteiligten in einen psychoeducativeb Dialog einzubeziehen.
Denn nur so können Verständnis vermittelt
und Strategien ausgearbeitet werden,die zu einer angemessenen Krankheitsbewältigung
führen.

Dazu gehören u.a. Verfahren zur
Stressbewältigung.Diese Maßnahmen sind
nicht nur für die Behandlung der Tics geeignet,sondern auch für gleichzeitig auftretende emotionale Störungen und Verhaltensauffälligkeiten wie z.B. das ADHS und Zwangsstörungen.

Habit reversal training
Besonders bewährt hat sich bei den psychotherapeutischen Methoden das Verfahren der so genannten Reaktionsumkehr ( habit reversal training)
welches die eigene Wahrnehmung der Patienten verbessert.Die Patienten erlernen hierbei eine motorische Gegenantwort auf
erste mögliche Tic-Anzeichen (Muskelspannung
(Muskelspannung, Kribbeln) zu entwickeln, d.h. eine dem Tic entgegen gerichtete Bewegung, die im Alltag unauffällig ist. Allerdings muss bei dieser Maßnahme das Lebensalter der erkrankten Kinder berücksichtigt werden. Denn die meisten jüngeren Kinder (d.h. unter 10 Jahren) sind noch nicht in der Lage die Frühwarnzeichen zu erkennen und mit einer „Tic-Gegenantwort" zu reagieren.

Entspannungstechniken
Die progressive Muskelentspannung nach Jakobsen wird ebenfalls bei Tic-Störungen angewandt.Auch bei diesem Verfahren ist
eine hohe Kooperationsfähigkeit notwendig,so dass es im Kindesalter eher selten zum Einsatz kommt.
Reine Entspanungstechniken führen nur sehr selten zu einer wirklichen Verbesserung der Tic-Störungen.Sie sind aber sinnvoll,wenn Patienten aufgrund der Schwere der Tics über einen längeren Zeitraum nicht bzur Ruhe kommen.
Quelle www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de